Die Stationen im Leben eines Rastlosen
Eine Odyssee im Zeitraffer
11. Juni 1945:
Roger Schawinski wird in der Zürcher Frauenklinik als Sohn des Hausierers Abraham und der Hausfrau Marcelle geboren
1960 bis 1964:
Nach ungenügenden Leistungen im Gymnasium besucht er die kantonale Handelsschule Freudenberg in Zürich, Diplomabschluss
1964/65:
Mit einem neunmonatigen Praktikum bei der Zürcher Werbeagentur Wiener & Deville will er in die Werbebranche einsteigen. Nebenbei absolviert er den Werbeassistentenkurs am Emil-Oesch-Institut
1965:
Rekrutenschule als Panzersoldat in Thun
1966:
Maturität auf dem zweiten Bildungsweg im Fernstudium bei der Akademikergesellschaft. Die Aufnahmeprüfung an die Hochschule St. Gallen besteht er mit einem Durchschnitt von 5,45
1967:
Eintritt als Wirtschaftsstudent an der Hochschule St. Gallen
1967:
Gewinn des Europa-Preises im Essay-Wettbewerb «Search for Peace» des internationalen Lions-Clubs
1968:
Studienaufenthalt an der Central Michigan University und Abschluss mit dem Master of Business Administration (MBA)
1972:
Schawinski promoviert als Dr. nat. oek. mit der Dissertation über «Die sozioökonomischen Entwicklungsfaktoren des Fremdenverkehrs: Der Fall Guatemala»
20. August 1970:
Heirat mit der Studentin Priscilla Colon in San Juan, Puerto Rico
1970:
Einstieg als freier Mitarbeiter bei der Rundschau des Schweizer Fernsehens
4. Januar 1974:
Der Kassensturz, das von Schawinski konzipierte konsumkritische Magazin des Schweizer Fernsehens, geht erstmals auf Sendung
4. April 1977:
Die Migros-Tageszeitung Tat erscheint erstmals als Boulevardblatt – mit Roger Schawinski als Chefredaktor (fristlose Entlassung im Juli 1978)
Oktober 1977:
Schawinski lässt sich von seiner Ehefrau Priscilla scheiden
1977/79:
Sechsmonatige Karibik-Reise mit Freundin Rita Schwarzer
28. November 1979:
Radio 24, das von Schawinski in Rekordzeit gegründete erste Privatradio der Schweiz, sendet erstmals vom italienischen Pizzo Groppera in die Region Zürich
24. April 1981:
Heirat mit der Regieassistentin Ina Guiton im aargauischen Oberwil (am 28.
April 1981 kommt Sohn Kevin zur Welt, am 28. April 1983 Tochter Joelle)
April 1981:
Schawinski gewinnt den Trendsetter Award des amerikanischen Billboard-Magazins («For courageously introducing commercial radio into Switzerland against all odds»).
Oktober 1986:
Einstieg mit einer 50-Prozent-Beteiligung an der Stella Film AG ins internationale Filmgeschäft (Februar 1990: überstürzter Ausstieg)
Ab 1988:
Schawinski unterstützt mit über einer Million Franken eine landwirschaftliche Mittelschule im chilenischen Valdivia, das Liceo Agricola Radio 24.
April 1988:
Schawinski lanciert sein monatliches Fan-Magazin Info 24 als freches Stadtmagazins Bonus (Ende 1994 Verkauf an den Tages Anzeiger; September 1996 Einstellung)
März 1990:
Scheidung von Ehefrau Ina, die kurz darauf mit den beiden Kindern nach Baden-Baden in Deutschland umzieht
1. Januar 1991:
Start des Klassiksenders Opus, des ersten privaten Satellitenradios in der Schweiz (Ende Oktober 1992 eingestellt, weil der Bundesrat keine terrestrische Frequenz bewilligt)
20. November 1991:
Schawinskis Freundin Rachel Mil erliegt nach kurzer Krankheit ihrem Krebsleiden
3. Oktober 1994:
Start von Tele-Züri, dem von Schawinski initiierten ersten aktuellen Regionalfernsehen der Schweiz (mit den Partnern Ringier und Tages Anzeiger)
1995:
Der Tele-Preis «für besondere Leistungen im Bereich der elektronischen Medien» wird an Roger Schawinski verliehen
10. Mai 1996:
Heirat mit der Primarlehrerin Gabriella Sontheim
20. Oktober 1996:
Mutter Marcelle stirbt
1996:
Schawinski wird für herausragende Leistungen in der Medienbranche mit dem Zürcher Radio- und Fernsehpreis ausgezeichnet
20. August 1997:
Geburt der Tochter Lea Hannah
16. Mai 1998:
Vater Abraham (*1916) stirbt
5. Oktober 1998:
Im Alleingang startet Schawinski Tele 24, das erste private Fernsehen für die deutschsprachige Schweiz
10. November 1998:
Der Gottlieb-Duttweiler-Preis wird, «in Anerkennung seines mutigen und pionierhaften unternehmerischen Einsatzes für ein erstes schweizerisches Privatradio und für eine offene Medienordung in der
Schweiz», an Roger Schawinski verliehen
10. Juni 1999:
Die Credit Suisse First Boston beteiligt sich zu 40 Prozent an Schawinskis Firmenkonglomerat (Belcom Holding AG)
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