Schawinski lässt sich von seinen Intentionen leiten – ob als Buddhist im Himalaja oder als Fernsehmacher in der Seifenfabrik

Der hyperventilierende Gipfelstürmer auf der Suche nach der Schmerzgrenze

Seit heraus ist, dass Mick Jager (55) das brasilianische Fotomodell Luciana Gimenez Morad (29) schwängerte, hat sie endgültig die Nase voll: Jerry Hall (42) lässt sich von ihrem rastlosen Ehemann scheiden und verlangt 75 Millionen Franken Schmerzensgeld. – Unvermeidlich, dass dieses Thema im Sonntalk zur Sprache kommt.
Allen voran stürzt sich Roger Schawinski ins Wortgefecht. Mit einem Flackern in den Augen wehrt er sich für den skandalträchtigen Rolling Stone («I Can’t Get No Satisfaction»). «Selbst der sexieste Rockstar hat eine romantische Seite», legt er los. Bestimmt habe sich Mick Jagger nach einer glücklichen Familie gesehnt. «Aber als dann die Ehefrau immer häufiger mit dem Kind kuschelte statt mit ihm, fühlte er sich aus dem eigenen Bett geworfen!»
Wo er denn die detaillierten Kenntnisse über das Seelenleben von Popstars herhabe, wundern sich die anderen Gesprächsteilnehmer.
Schawinski beugt sich nach vorne. Er selbst stehe schliesslich täglich im Rampenlicht, sagt er, und da sei es schon schwierig, eine gute Beziehung aufrecht zu erhalten. Darum müsse ein erfolgreicher Mann, der mühelos alle paar Jahre ein neues Fotomodell im Bett haben könne, dringend eine geistige Entwicklung durchmachen – «sonst fällt er immer wieder ins gleiche Muster zurück».
Als Vorbild erwähnt er Paul McCartney; gerade der 57jährige Ex-Beatle – mit einem geschätzten Vermögen von 1,25 Milliarden Franken übrigens der mit Abstand Reichste im Showbusiness – sei mit den Jahren herangereift, «vor allem in spiritueller Hinsicht».

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Aus seinem Faible für Esoterisches macht der Geschäftsführer von Tele 24 kein Geheimnis. In seinem Büro registriert ein Biorhythmus-Seismograph die seelischen Erdbeben, und an der Wand hängt ein uralter Tanka, ein tibetanischer Gebetsteppich mit der schwarzen Tara, zahlreichen Buddha- und Jüngerfiguren, das Hochzeitsgeschenk von Gabriella. «Ich weiss nicht recht, ob er hierhin passt», murrt Schawinski und schiebt angewidert die Fernsehzeitschrift TR 7 mit der Schlagzeile «Schawinski unter Druck» beiseite.
Manchmal, wenn alles zuviel wird, sehne er sich nach innerer Ruhe und Gelassenheit. Genau wie damals, nach der dramatischen Startphase von Radio 24. Völlig überraschend schlug seine Ehefrau Ina einen Besuch im Esalen Institute vor, in einem von Hippies gegründeten New-Age-Zentrum südlich von San Francisco. «Ich brauche doch keine Therapie!» blockte er erst ab, doch dann war er sofort begeistert von der Möglichkeit, weitab von Zürich den Stress einfach abzuschütteln.
Stundenlang meditierte er beim Buddha im Garten oder hockte in einer der heiligen Quellen, und auf einmal sei ihm – sonst rund um die Uhr beschäftigt, der Beste zu sein und zu neuen Ufern aufzubrechen – «das tägliche Hickhack und Konkurrenzdenken völlig irreal vorgekommen». Dem Buddhismus neige er nicht etwa zu, weil er gerade so trendy und sexy sei, sondern weil er gespürt habe, dass die auf Liebe und Toleranz aufbauende Lehre seiner Seele gut tue. «Das Faszinierende an dieser Religion ist, dass sie niemanden ausschliesst – ob schwarz oder weiss, ob Jude, Christ oder Moslem.»
Immer wieder jettete er in schwierigen Phasen an die Pazifikküste. Er absolvierte aufwühlende Workshops, darunter den «Hot Seat»: ein schonungsloses Talktäglich, bei dem sich ein Auserwählter coram publico von einem Therapeuten aushorchen lässt. «Wenn alte Geschichten hochsteigen, kommt man ziemlich an seine Grenzen», stellte er beim Rollentausch fest.
Er lernte eine Methode kennen, wie man sein Bewusstsein – «ohne Konsum von Rauschgift!» – erweitern kann: Durch kurze Atemstösse bringt man sich in eine Sauerstoffschuld, die Glieder werden steif – und schon ist man frei von störenden Einflüssen. «Als ich in diesen höheren Zustand kam, hatte ich erstmals das Gefühl, an meine echten Empfindungen herangekommen zu sein», schwärmt Schawinski. Schon manchen schwierigen Entscheid habe er beim Hyperventilieren getroffen.
Wie immer, wenn er etwas Sensationelles entdeckt, will Schawinski seine Mitarbeiter daran teilhaben lassen. Darum holte er seinen Workshop-Leiter in die Schweiz und offerierte einen zweitägigen Kurs auf dem Stooss mit therapeutischen Gruppenübungen und ganzheitlicher Massage. «Der Chef muss nicht immer der Starke sein», findet er, «auch er darf ruhig einmal seinen Tränen freien Lauf lassen.» Doch das Interesse am kollektiven Sich-gehen-Lassen war mässig – nur seine Sekretärin und einige Mitarbeiterinnen machten mit.
«Ausgerechnet die, die es am nötigsten gehabt hätten, wollten nichts davon wissen.»

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Nepal, im Frühling 1993:
«Wenn einer in der Schweiz privates Fernsehen macht, dann bist Du es!»
Hanspeter Bürgin – der Journalist, mit dem Roger Schawinski 1977 bei der Tat den Chiasso-Bankenskandal aufgedeckt hatte – erinnert sich ganz genau an seine Worte. Es sagte sie an einem dieser langen Abende im blauen Zweierzelt, das die beiden sinnsuchenden Nepal-Trekker nach einer anstrengenden Etappe im abgelegenen Langtang-Tal aufgeschlagen hatten.
«Das brauche ich doch nicht mehr», winkte Schawinski lässig ab und schlürfte an seinem Tee, «ich habe ja alles erreicht, was es zum Glück braucht.» Lieber wolle er sich zurücklehnen und die angenehmen Seiten des Lebens geniessen. Schliesslich habe er vor wenigen Wochen in Gabriella verliebt – und der Weg zum Nirwana führe wohl kaum über noch mehr Stress und Konkurrenzkampf.
Verblüfft neigte Bürgin einen Moment lang dazu, seinem Freund diese Einsicht abzunehmen. Doch schon am nächsten Tag kamen ihm erhebliche Zweifel. Es war nach einer beschaulichen Wanderung, vorbei an heiligen Seen, Reisfeldern, Rhododendron- und Pinienwäldern mit phantastischem Ausblick auf die Gipfel des Himalaja. Am Tagesziel auf 4600 Metern über Meer, am Fuss eines schneebedeckten Passes, wies ihnen der Sherpa das Nachtlager. Doch Schawinski dachte überhaupt nicht ans Ausruhen.
Bürgin berichtet: «Plötzlich bekommt der einen seiner berühmten Anfälle. Dann vergisst er alles, er schiesst los und muss an seine Grenzen gehen!» Ums Verrecken wollte er noch vor dem Eindunkeln die 5000-Meter-Grenze bezwingen; erst nachher habe er Frieden gefunden.
«Immer muss er sich aufs Neue beweisen, und zwar bis an die Schmerzgrenze», erzählt Bürgin und blättert im Fotoalbum: Schawinski, mit dem Feldstecher in die Ferne blickend; Schawinski mit einer Herde Yaks im Hintergrund; Schawinski in Siegerpose, mit braungebranntem Oberkörper und behaarter Brust…
Tatsächlich: Zurück in Zürich konnte ihn ein halbes Jahr später nichts und niemand mehr zurückhalten. Im Medienmagazin Persönlich beschrieb er sein Dilemma: «Ich bin verdammt dazu, ein Gründer zu sein. Instinktiv wusste ich es zwar schon immer, unzweifelhaft bestätigt wurde es mir an einem der vielen Workshops, die ich in Kalifornien besuchte, und der mich mit dem spannenden Titel Achieving High Performance angetörnt hatte: Höchstleistungen bringe ich nur, wenn ich vom ersten Gekritzel auf einem Fetzen Papier über das erste Mitarbeitergespräch und das erste, natürlich viel zu tiefe Budget etwas völlig Neues auf die Beine stelle.»
So durchzuckte es ihn an einem späten Novembermorgen: «Die Zeit ist reif für privates Fernsehen!» Alles sei innert Sekundenbruchteilen evident gewesen, plötzlich hätten sich in seinem Unterbewusstsein die Puzzleteile zu einem Ganzen gefügt:
•    Mit der fünftägigen Zürivision – dem ersten privaten TV-Versuch im September 1984 – bewies Schawinski mit Hilfe des Verlegers Michael Ringier, dass werbefinanziertes Fernsehen ausserhalb der SRG denkbar ist;
•    1992 wurde TV-Werbung legalisiert, und Fachleute stellten einen riesigen Zuwachs bei den elektronischen Medien in Aussicht;
•    Das Projekt Forum TV (Eden TV, Gummilinse, RTV, Sputnik und Taxi TV) zeigte auf dem Kabelkanal der Rediffusion, dass alternatives Fernsehen dank technischen Innovationen aus Japan immer billiger zu realisieren ist und beim Publikum erst noch auf Interesse stösst.
Kurz: Eine solche Chance konnte er sich nicht entgehen lassen! Gleich am Vormittag eilte er zu Hans Jürg «Fibo» Deutsch ins Pressehaus des Ringier-Verlags im Zürcher Seefeld, und nach fünf Minuten stiess zufällig Oberhaupt Michael Ringier dazu. «Hey Michael, ich mache privates Regionalfernsehen!» rief Schawinski.
«Prima!» entgegnete dieser spontan, «was soll’s denn kosten?»
«Weiss nicht, sieben Millionen oder so.»
«Okay, schick mir das Konzept!»
Hals über Kopf jettete Schawinski nach New York. Denn er hatte im Time Magazine einen Artikel über junge Videojournalisten bei der lokalen Fernsehstation NY 1 gelesen, die mit handlichen Kameras ausschwärmen und im Alleingang ganze Filmbeiträge realisierten. Kaum im Sherry Netherland eingecheckt, fiel ihm sein früherer Bonus-Mitarbeiter Domenico Blass ein, der in Manhattan eine Filmschule besuchte.
«Ich verrate dir etwas, was bis jetzt ausser mir genau drei Menschen auf dieser Welt wissen», sagte er zu ihm beim Nachtessen, «ich mache Fernsehen für Zürich!» Ein stündlich wiederholtes Programm mit News und eigener Talk-show – «so ähnlich wie bei Larry King auf CNN « – schwebe ihm vor.
«Nenn es doch gleich King Roger live!» schlug Blass vor.
Am nächsten Tag besichtigten sie NY 1, das Original. «Wir staunten wie zwei Buben im Spielzeugladen», schildert Blass. Schier umgehauen habe ihn Schawinskis Begeisterungsfähigkeit. «Der Typ ist um die fünfzig – und flippt aus wie ein kleines Kind!»
Mit einem Buddha im Gepäck – bei Sotheby’s ersteigert – landete Schawinski in Zürich-Kloten, und weise lächelnd präsentierte er kurz vor Weihnachten an der ersten Pressekonferenz von Tele Züri sein «TV-Baby», das genau neun Monate nach der geistigen Zeugung ins Scheinwerferlicht blinzeln sollte. «Schawinski spielt wieder Pionier», vermeldeten am 23. Dezember die Luzerner Neusten Nachrichten.
Innert vier Monaten stampfte Schawinski in der ehemaligen Steinfels-Seifenfabrik für 5 Millionen Franken eine TV-Factory aus dem Boden – und wieder einmal machte er sich auf die Suche nach jungen Hasardeuren, «die alles geben, um in der heissesten Pionierphase voll dabei zu sein».
Damit Tele Züri «nicht wie Onkel Karls Ferienvideo» daherkomme, liess er für 80’000 Dollar den amerikanischen «Video-Guru» Michael Rosenblum einfliegen, der 15 Greenhorns (sieben Frauen und acht Männer) in einer zweimonatigen Schnellbleiche zu sogenannten VJs ausbildete.
«Ich möchte kein Wiidschei sein», mokierte sich der SRG-Dokumentarfilmer Felix Karrer im Medienmagazin Klartext, «jeden Tag von allen Hunden gehetzt herumrennen, drei Berufe gleichzeitig ausüben und keinen davon richtig». Doch als 52jähriger hätte Karrer sowieso nicht ins Team gepasst – das Durchschnittsalter der VJs beträgt kaum die Hälfte.
Dafür lief Schawinski Sturm, nachdem in der Sonntagszeitung vom 25. September der Artikel «Der doppelte Schawinski: mal knallhart, mal harmoniebedürftig» erschienen war. So beleidigt war er darüber, dass er beinahe den 7-Millionen-Deal zwischen Tele Züri und dem Tages-Anzeiger-Verlag hätte platzen lassen. Grund genug also, die Zeilen mit dem Titel noch einmal durchzulesen.
Und wirklich: Hier wird Schawinski als zwielichtige Figur beschrieben. Einerseits sei er «einer der unnachgiebigsten Verhandler und forderndsten Chefs im Land», andererseits gebe er sich «soft bis alternativ» und befinde sich «auf steter Suche nach Harmonie.» Als Multimillionär kämpfe er für Randgruppen und gegen das Establishment, und während er als Journalist gnadenlos Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens demontiere, goutiere er als Befragter «ausser Schmeicheleinheiten wenig».
Zu Wort kommen «ehemalige und aktuelle Mitarbeiter», die angeblich Schawinskis lockeren Umgang als «Scheindemokratie» bezeichneten. «Schon zu Tat-Zeiten, ebenso bei Radio 24, Bonus und seit kurzem auch bei Tele Züri konnte er seine Leute wie Zitronen auspressen und erwartete dafür auch noch geliebt zu werden», heisst es, «manche Beteiligten wundern sich mittlerweile selber, wie sie für <Roschee> solchen Einsatz zeigten.»
In einer erzwungenen Gegendarstellung verurteilte Schawinski die «Charakter-Diffamierung», die «ausschliesslich aus anonymen Unterstellungen» bestehe. Zudem erhielt er vom Ringier-Verlag Gelegenheit, seine verletzten Gefühle im Blick auszudrücken: «Ich bin schockiert. Erstens sind die wenigen Beispiele falsch. Zweitens verwirren mich der Zeitpunkt und die Motive dieser Demontage. Nur Tage zuvor hatte ich zugestimmt, den Tages Anzeiger aus seiner TV-Agonie zu befreien und nach Ringier als dritten Partner bei Tele Züri aufzunehmen. War dies nun das Eintrittsgeschenk von Sonntagszeitungs-Chef Kurt W. Zimmermann, dem ich ironischerweise vor Jahren genau diesen Job verschafft hatte?»
Als dritten und letzten Akt der Wiedergutmachung musste sich Tages-Anzeiger-Verleger Hans Heinrich Coninx an der Tele-Züri-Party vor versammelter Gesellschaft ausdrücklich für den Fauxpas entschuldigen – übrigens in Abwesenheit des ehemaligen Tat-Journalisten Kurt W. Zimmermann, den Schawinski «wütend von der Gästeliste gestrichen» hatte.
Bei aller Häme und Empörung hielt wenigstens sein bester Freund zu ihm: Hanspeter Bürgin. Zuletzt Wirtschaftschef bei der Sonntagszeitung, willigte er bei einem Essen im griechischen Restaurant Sirtaki ein, sein Glück als Programmleiter bei Tele Züri zu versuchen. Was sich im Himalaja bewährt, kann im Alltag nicht schiefgehen, dachten sie sich. Gemeinsam wollten sie – der euphorische Gipfelstürmer und der bedächtige Berggänger – journalistisches Neuland erkunden.
Von Anfang an war Bürgin vom Ehrgeiz beseelt, den neuen Sender mit seriöser Berichterstattung zu etablieren. Auch Themen, die vordergründig unspektakulär erscheinen, wollte er Platz einräumen. Doch in Anbetracht der knappen Mittel fühlte er sich in Interviews immer wieder bemüssigt, allzuhohe Erwartungen zu dämpfen: «Einen Rolls-Royce werden wir nicht produzieren», sagte er einmal und warnte davor, Tele Züri mit dem Schweizer Fernsehen «in irgend einer Form zu messen.»
In der kurzen Vorbereitungszeit blieb kaum Zeit zum Luftschnappen, geschweige denn zum Nachdenken. Um so stärker entluden sich die Emotionen unmittelbar nach dem Sendestart am 3. Oktober 1994. Doch als alle feierten, schlich Bürgin mit nachdenklicher Miene durch die langen Gänge.
«Jetzt ist es nicht mehr aufzuhalten», überlegte er, «und jeden Tag fängt alles von vorne an!» Irgendwie wurde er sein Gefühl nicht los, er sei hier im falschen Film.
Sein Unbehagen wuchs, als die Einschaltquoten weit hinter den Erwartungen zurückblieben. Immer hemmungsloser habe Schawinski auf heisse Storys gesetzt, erzählt Bürgin. Sex, Unfälle und Verbrechen seien in der Nachrichtensendungen immer weiter nach vorne gerutscht – und dann habe er «dieses unsägliche Züri Date» hereingedrückt, die Partnershow von Patricia Boser. «So etwas als Programmleiter verantworten zu müssen, machte mich halb krank!» Trotz allem habe er es sechs Wochen lang nie fertiggebracht, mit Roger offen über seine Gewissenskonflikte zu reden.
Dann kam dieser seltsame Montagmorgen. War es sein angespanntes Gesicht? Dieser ausweichende Blick? Oder bildete er sich alles nur ein? Jedenfalls wusste Bürgin innert Minuten, dass etwas nicht mehr stimmt. «Es war wie in einer Beziehung, wenn beide plötzlich merken, es ist aus und vorbei.»
Mit einem Kloss im Hals ging er zum Chef. «Gib zu, Du hast mir den Teppich unter den Füssen weggezogen», stellte er ihn zur Rede. «Wenn Du Dich mir gegenüber so verhältst, kann ich keinen Tag länger weitermachen.»
Ohne langes Hin und Her brachen sie die Übung ab. Einzigartig ist ihre Formulierung im Pressekommunique: «Bürgin und Schawinski, die seit 15 Jahren eng befreundet sind, erlebten die gewaltigen Herausforderungen beim Start dieses Unternehmens mehr als eine Belastung ihrer privaten Beziehung, die sie unter keinen Umständen gefährden wollen.»
Ironie des Schicksals: Kurz darauf kam heraus, dass die tiefen Zuschauerzahlen auf einen Computerfehler beim SRG-Forschungsdienst zurückzuführen waren.
So konnte Bürgin nicht hautnah miterleben, wie sein rastloser Freund den nächsten Gipfel erstürmte: Tele 24. Doch auf seiner Homepage im Internet lässt Schawinski die Welt bei seinem jüngsten Trip mitfiebern: «Tele 24 ist mein letztes Projekt», behauptet er, «das muss ich jetzt durchziehen. Als Langstreckenläufer richte ich mich für die grosse Distanz ein. Ich weiss, dass jeweils bei Kilometer 34 der Hammermann kommt, aber bei der Marke 42 ist man im Glück. Dorthin will ich kommen, nur noch dorthin.»
Und dann schauen wir weiter.